#8: Weg mit der Gießkanne! Mit wirkungsorientierter Steuerung die kommunale Bildungslandschaft gestalten
Shownotes
In unserer achten Folge von „Transfer für die Ohren“ blicken wir wieder hinter die Kulissen – diesmal in das Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München. Wir gehen der Frage nach, wie sich das Thema wirkungsorientierte Steuerung dort etabliert hat. Und welche Rolle spielen dabei eine interne Beratungsstelle und ein runder Tisch? Zu diesen spannenden Fragen sprechen wir konkret mit Dr. Sandra Mittag, Petra Heinen und Dr. Alina Ivanova vom Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München. Im Fokus stehen zudem der Entwicklungsprozess der Indikatoren sowie praktische Tipps für Kommunen, die ähnliche Prozesse anstoßen möchten, um gezielt und ressourcenorientiert kommunale Bildungsprozesse zu steuern. Ein spannender Einblick in Strategien, die Wirkung messbar machen und die Bildungslandschaft nachhaltig prägen! Vielen Dank für das inspirierende Gespräch!
In diesen Zeitfenstern finden Sie folgende Inhalte:
00:00:09 Intro: wirkungsorientierte Steuerung in kommunalen Bildungslandschaften
00:01:17 Herzlich Willkommen Dr. Sandra Mittag, Petra Heinen und Dr. Alina Ivanova
00:02:11 Wirkungsorientierte Steuerung: Warum ist sie so zentral im Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München?
00:04:30 Die Rolle der internen Beratungsstelle des Referats für Bildung und Sport
00:06:47 Der konkrete Beratungsprozess
00:12:25 Die zentrale Frage: Wie kann Wirkungsmessung in Gremien erfolgen: Die Evaluation des „Runden Tisches Schulleitungen“!
00:16:19 Schlüsselfaktoren für eine gelingende Arbeit als interne Beratungsstelle für wirkungsorientierte Steuerung
00:21:06 Tipps für den Start einer wirkungsorientierten Steuerung
00:24:37 Die nächsten Schritte: Wie geht es weiter mit der Evaluation?
00:25:19 Wenn Frau Heinen, Frau Dr. Ivanova und Frau Dr. Mittag an die kommunale Bildungslandschaft denken, dann…
00:27:14 Die Learnings der Folge
Weitere Informationen:
Hier geht's zum "Leitfaden zur wirkungsorientierten Projektplanung und -durchführung 2.0"
Informationen zur "Leitlinie Bildung 2024" der Landeshauptstadt München finden Sie hier!
Hier geht's zur "Stabsstelle Kommunales Bildungsmanagement" der Landeshauptstadt München!
Weitere Informationen zum Fachbereich "Bildung im Quartier"…
Die ausgewählte Musik unseres Podcast kommt von Scott Holmes: „Our Big Adventure“ by scottholmesmusic.com
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:09: Hallo
00:00:10: und herzlich willkommen!
00:00:11: In unserer heutigen Folge greifen wir das Thema Wirkungsorientierte Steuerung auf.
00:00:16: Das ist ja ein sehr spannendes Thema auch in kommunalen Bildungslandschaften, da bildungsverantwortliche oftmals gefragt werden die Maßnahmen der Projekte, die sie durchführen oder initiieren auch tatsächlich Wirkung bei der Zielgruppe erreichen.
00:00:32: Und das ist ja auch das Maßgebliche bei der wirkungsorientierten Steuerung.
00:00:36: Der Fokus richtet sich darauf, welche Veränderungen sich bei der Zielgruppe des Projektes einstellen bzw.
00:00:43: ja einstellen sollen und alle Schritte, die dahin führen sind darauf ausgerichtet es möglichst transparent zu machen.
00:00:50: Es steht weniger die erforderlichen Ressourcen also der Input die zu erbringenden Leistungen der Output im Vordergrund, sondern eben vor allem die Wirkung des sogenannten Outcomes.
00:01:02: die bei der Zielgruppe ankommen sollen oder eben auch die Auswirkungen auf gesellschaftlicher Ebene, wenn man das noch mal größer denkt.
00:01:10: Die sogenannten Impacts.
00:01:11: Um das gerade etwas theoretische Konstrukt praktisch zu übersetzen freue ich mich, dass ich heute mit drei Vertreterinnen des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München im Austausch dazu bin und begrüße an dieser Stelle recht herzlich Dr.
00:01:27: Sandra Mittag.
00:01:29: Frau Mittag Sie sind wissenschaftliche Mitarbeiterin im Programm Bildungskommun bei der Landeshauptstadt München.
00:01:34: Herzlich willkommen zu unserer Podcastfolge!
00:01:37: Hallo!
00:01:38: Mit dabei sind heute auch noch Petra Heinen, Frau Heinen sie sind Leitung von Bildung im Quartier und Dr.
00:01:45: Alina Ivanova stellvertretende Leiterin vom Bildungsquartier Und Sie sind auch mobile Bildungsmanagerinnen.
00:01:52: Hallo an Sie beide, auch schön, dass Sie mit dabei sind.
00:01:55: Hallo
00:01:55: Frau Großkott!
00:01:56: Hallo zusammen!
00:01:57: Zu Ihnen beiden komme ich gleich nochmal zurück weil sie bringen uns ja einen Praxiseinblick in ihre Arbeit in Bildung im Quartier und wie ganz konkret Frau Mittag Ihnen dabei geholfen hat wirkungsorientierte Steuerungen zu etablieren.
00:02:13: Mit der ersten Frage, Frau Mitter komme ich mal auf Sie zu.
00:02:17: Sie haben ja im Rahmen des Projektes Bildungskommunen bei der Landeshauptstadt als eines von vier Teilprojekten-Sins zum Ziel gesetzt die Weiterentwicklung von Ansätzen zur wirkungsorientierten Steuerung zu stärken und auch zu verankern.
00:02:34: Im Zuge dessen sollen Fördermaßnahmen das Thema Bildungsgerechtigkeit voranbringen.
00:02:40: Und eben auch dort soll von Anfang an wirkungsorientiert geplant werden und begleitet, und dann eben auch umgesetzt.
00:02:48: So habe ich mich reingelesen in die Leitfaden zur Wirkungs- orientierten Projektplanung, die Sie ja im Zuge dessen auch formuliert haben.
00:02:56: Jetzt ist natürlich die große Frage, warum ist denn wirkumsorientierte Steuerungen in der Landeshauptstadt München ein so zentrales Thema?
00:03:05: Wie kam es denn genau dazu?
00:03:07: Ja,
00:03:08: also zunächst einmal die wirkungsorientierte Steuerung ist jetzt ehrlicherweise kein ganz neues Thema bei der Landeshauptstadt München.
00:03:16: Sie wurde bereits schon in den Zwei-Tausendzehnerjahren im Rahmen des Bundesprogramms Lernen vor Ort erst malig vertieft aber in der Vergangenheit ist da vor allem partiell vorgegangen worden.
00:03:28: Also bei einzelnen Maßnahmen ist sie eingesetzt worden und hat sich hier auch etabliert.
00:03:35: Jetzt geht es eben darum auch Nachfolgeformate für abgeschlossene Wirkungsanalysen.
00:03:41: zu finden und vor allen Dingen aber auch ein übergreifendes und einheitliches Referatsweit getragenes Vorgehen- und Konzept zu entwickeln.
00:03:51: Wir haben da einen inhaltlichen Rahmen, das ist die Leitlinie Bildung, zwanzig vierundzwanzig.
00:03:56: Und insgesamt kann ich noch sagen wollen wir auch das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement damit stärken dass uns ja eben auf wie sie gesagt haben stärken soll in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit Chancengleichheit zu erreichen.
00:04:12: und eben die wirkungsorientierte Steuerung birgt da dieses große Potenzial konsequent, Sie haben es schon gesagt Frau Großkort von der Zielgruppe herzudenken.
00:04:23: Also hier konsequent auch die angestrebten Wirkungen in den Blick zu nehmen.
00:04:28: und genau hier setzen wir mit der Bildungskommune an.
00:04:30: Und wie sieht das jetzt ganz konkret aus?
00:04:33: Die wirkungsoorientierte Arbeit im Referat für Bildung und Sport bei Ihnen.
00:04:38: Also bevor ich es jetzt ganz konkret mache, vielleicht erlauben Sie mir noch einen kleinen Hinweis und zwar wirkungsorientierte Steuerung verstehen wir eben an der Stelle auch nicht als ein technisches Instrumentarium das etabliert werden soll.
00:04:51: Das ist vor allen Dingen eine Haltung also eine handlungsleitende Haltung natürlich weil es eben auch insgesamt darum geht eine Organisationskultur zu stärken die natürlich Wirkungs- und Daten orientiert ist und eben auch Lernorientiert dieses Verständnis im Haus zu teilen, zu entwickeln, Akzeptanz zu fördern und auch die Beteiligten dazu bewegen.
00:05:17: Die wirkungsorientierte Steuerung Eigen verantwortlich umzusetzen ist für uns ganz wichtig.
00:05:22: Und wie gehen wir jetzt konkret vor?
00:05:25: Also das ESF Plus Programm Bildungskommunen hat uns hier die Möglichkeit gegeben, das konkret umzusetzten und zu vertiefen.
00:05:34: drei Ansätze.
00:05:36: Das eine ist eben das schon erwähnte umfassende und auch referatsweit getragene Konzept zur wirkungsorientierten Steuerung, dass wir entwickeln derzeit und dafür führen wir aktuell gerade einen breiten Diskussionsprozess im Referat für Bildung und Sport durch tatsächlich Geschäftsbereich übergreifend und die Federführung hat hier eine Arbeitsgruppe, die wir neu gegründet haben.
00:05:59: also wir haben diese Konzepterstellung, die aber hinwirkt auch auf einen gemeinsam getragenen Verständnis und natürlich dann daraus resultierendem Verhalten zur wirkungsorientierten Steuerung.
00:06:12: Dann bauen wir eine Toolbox auf – das ist der zweite Ansatz von der Praxis für die Praxis und den Leitfaden, den Sie gerade erwähnt haben, ist ja schon ein Teil davon.
00:06:21: Und wir beraten Kolleginnen, das haben wir von Anfang an gemacht in Projekten und Maßnahmen bei der Wirkungsorientierung.
00:06:29: Also zum Beispiel beider Definitionen von Zielgruppen, der Erstellung von Wirklogiken oder bei der Durchführung auch... von Evaluationen.
00:06:39: Und ich spreche jetzt immer von mir, weil das mache ich nicht ganz alleine sondern es mache ich zusammen mit meiner Kollegin der Marie-Lichtenberger.
00:06:46: Ja vielen herzlichen Dank Frau Mittag!
00:06:48: Sie haben's ja eben schon gesagt dass sie unterstützen tätig sind und eben bei dem ganzen Prozess oder zu Fragen der wirkungsorientierten Steuerung projekte beraten.
00:06:57: und das war eigentlich schon der hint zu ihnen beiden, Frau Dr.
00:07:00: Ivanova und Frau Heinen.
00:07:03: Sie haben ja Unterstützung eben genau von Frau Mittag auch bekommen, bei der Begleitung der wirkungsorientierten Evaluation eines Vermetzungsformates.
00:07:13: Der Rundetisch der Schulleitungen in ihren lokalen Bildungsregionen der Landeshauptstadt München und diesen Prozess haben wir ja auch mit der Reha Bayern auch eng begleitet.
00:07:23: da waren wir ja.
00:07:26: Würde ich zu Ihnen Frau Heinen kommen und tragen, wie kam es denn genau zu dem Prozess?
00:07:32: Und was war das Ziel?
00:07:34: Ja
00:07:34: sehr gerne.
00:07:35: Ich denke, ich sollte einleitend da auch ein paar Worte zu unserem Fachbereich sagen damit man das ein bisschen einordnen kann.
00:07:41: Wir sind also verortet im Geschäftsbereich pädagogisches Institutzentrum für kommunales Bildungsmanagement und bei uns liegt sowohl die konzeptionelle als auch operative Verantwortung für das lokale Bildungsmanagement mit lokaler Bildungsberatung als auch für das mobile Bildungs-Management.
00:08:01: Was verbirgt sich hinter diesen Begrifflichkeiten?
00:08:03: Also, dass lokale Buildingsmanagement und die lokale in einer dezentralen städtischen Einrichtung einem sogenannten Bildungslokalt tätig.
00:08:14: Und das in ausgewählten Münchner Stadtquartieren, derzeit sind das insgesamt neun Standorte und das mobile Bildungsmanagement bereitet die Einrichtungen von Bildungslocalen in weiteren Gebieten vor hat also zunächst keinen festen Standort in einem Quartier.
00:08:31: Wenn man zu den Zielen kommt.
00:08:32: es ist unser Ziel zum einen die Quartiersbevölkerung zur Bildungsfragen zu informieren und zu beraten Bildungszugänge zu erschließen.
00:08:40: Vor allem für Menschen mit mangelnden Ressourcen, womit wir übrigens auch das referatsübergreifende Leitzil der Herstellung von mehr Bildungsgerechtigkeit aufquartiersebene aufgreifen und umsetzen.
00:08:54: Und auf institutioneller bzw.
00:08:57: stateinräumlicher Ebene bedeutet es, dass wir mit den relevanten Akteuren vor Ort lokale Bildungslandschaften entwickeln, um gemeinsam bildungsbezogene Themen voranzubringen.
00:09:08: Und wie passiert das?
00:09:09: Auf welchen Wege passiert sowas?
00:09:11: Das passiert nicht nur über das gemeinsame Entwickeln und Durchführen von Projekten- und Fachveranstaltungen, sondern auch über die Arbeit in Gremien zum Beispiel den runden Tischschulleitung, den Sie eingangs schon erwähnt haben.
00:09:24: Zu diesem Runden Tisch laden unsere lokalen Bildungsmanagerinnen in der Regel so etwa drei bis vier Mal im Jahr die Schulleitungen aller Schularten im Quartier ein um Bildungsthemen über Schulart Grenzen hinweg zu diskutieren und aus diesem Gremium heraus ganz konkret gemeinsam quartiersorientierte Projekte und Veranstaltungen zu planen, auch gemeinsam zu entwickeln.
00:09:50: Um jetzt nochmal den Bogen zur Evaluation zu schlagen, warum wir dieses Format nun evaluieren wollen... Stichwort Haltung, das haben wir vorhin auch schon gehört.
00:09:58: Grundsätzlich halten wir Evaluation für unsere Arbeit sehr wichtig.
00:10:02: Wir überprüfen die Wirksamkeit unserer Arbeit immer wieder und steuern die Daten basiert nicht über unser Bauchgefühl.
00:10:11: Das ist uns sehr wichtig!
00:10:12: Das halte ich übrigens gerade in Zeiten knapper Kassen für besonders wichtig um begrenzte Ressourcen zielgerichtet einsetzen zu können.
00:10:21: Was nun die Projekte anbetrifft, die wir zum Teil auch über unser Quartiersbudget fördern.
00:10:26: Da sind wir im Bereich Evaluation vor allem im Rahmen unseres Zuschusswesens schon recht weit.
00:10:32: bei unseren Austauschformaten seien es so die Gremien oder unsere Fachveranstaltung da evaluieren wir bislang eher punktuell und Anlass bezogen und weniger standardisiert.
00:10:42: deshalb waren wir an der Stelle auf der Suche nach Unterstützung Mit Frau Mittag im Austausch waren über den Leitfaden Wirkung, haben wir auch gemeinsam überlegt die REAP da im Bereich Evaluation unserer Gremien mit einzubeziehen.
00:10:57: Und beim Auftrag Workshop mit REAP haben wir uns dann auch sehr schnell darauf einigen können dass wir zunächst keine unserer großen Fachveranstaltungen evaluieren wollen sondern eben den runden Tischschuleitung.
00:11:09: denn dieser Rundetisch ist das zentrale Austauschsgremium in all unseren Bildungsregionen und Wir konnten auch gleich konkret benennen, was wir dabei herausfinden wollen.
00:11:20: Nämlich um nur einige Punkte zu nennen entspricht die Themenauswahl bei den runden Tischen tatsächlich den Bedarfen?
00:11:28: bringt der Austausch in Schulleitungen ein Erkenntnisgewinn?
00:11:32: führt das Gremium zur gewünschten Intensivierung von Kooperationsbeziehungen usw.
00:11:37: Wenn ich das richtig verstanden habe in Vorbereitung unserer heutigen Podcast-Volge, Frau Mittag da waren Sie ja auch mit einbezogen?
00:11:44: Auch in den ersten Termin bereits.
00:11:46: und welche Rolle hatten sie denn dabei?
00:11:48: Genau!
00:11:48: Das ist richtig.
00:11:49: Ich war auch dabei und ich hatte quasi so eine kollegial beratende Rolle an der Stelle gehabt.
00:11:55: also wir haben im Vorfeld wie Frau Heinen gerade schon sagte uns ausgetauscht.
00:12:00: dann Also vor der Sitzung, nach Auftaktveranstaltung habe ich meine Expertise mit eingebracht und dann auch ganz konkret zur Durchführung der Befragung mit beraten.
00:12:15: Wir haben sozusagen hier immer den kurzen Dienstweg zwischen den verschiedenen Terminen miteinander ausgetauscht und ich hab da beratend genau.
00:12:25: Vielen
00:12:25: herzlichen Dank Frau Mittag.
00:12:26: Frau Ivanova, was war denn das konkrete Ergebnis dieses ersten Termins?
00:12:32: Könnten Sie dazu noch etwas sagen?
00:12:33: Ja
00:12:34: sehr gerne!
00:12:35: Also wir haben uns auf jeden Fall gemeinsam verschiedene Möglichkeiten angesehen wie die Wirkungsmessung in Gremien überhaupt erfolgen kann und wir hatten danach auch ein klares Ziel tatsächlich vor Augen nämlich dass wir eine Umfrage zum runden Tischschulleitungen entwickeln wollen.
00:12:52: Und eben dafür waren dann mehrere Schritte notwendig, die wir in den Folgeterminen mit der REAP und Sandra Mittag abgestimmt haben.
00:13:01: Der erste Schritt war zum Beispiel, dass das Team der Bildungsmanagerinnen während einer Klausurtagung eine sogenannte interne Reflexion des Gremiums vorgenommen hat.
00:13:12: Wir haben dabei auch mit den Reflexionsfragen von REAB gearbeitet.
00:13:17: die haben wir im Vorfeld auch noch mal speziell auf die Besonderheiten unseres Formats angepasst.
00:13:23: Es waren zum Beispiel Fragen wie was ist aus unserer Sicht das Ziel des Formats und welche Rolle spielt da beides lokale oder mobile Bildungsmanagement.
00:13:32: Welche Themen schwerpunkte werden beim runden Tisch Schulleitungen grundsätzlich berücksichtigt, weil sie nun mal unserem Auftrag entsprechen?
00:13:40: Welche Themen sollen unserer Meinung nach stärker zukünftig stärker Beachtung finden also zum Beispiel im Hinblick auf bestimmte bildungspolitische Entwicklungen?
00:13:50: wie gut erreichen wir die Schulleitung und welche Maßnahmen die aus dem Format hervorgehen konnten schon erfolgreich umgesetzt werden?
00:13:59: Und... All dies hatte das Ziel, zunächst ein gemeinsames internes Verständnis über die Bildungsregionen hinweg zu schaffen und auch erste Anhaltspunkte für die Formulierung gewünschter Wirkungen zu finden.
00:14:14: Und dann im zweiten Schritt haben wir eben die gewünschten Wirkungsziele auf Outcome-Ebene formuliert und mit Indikatoren versehen.
00:14:23: Und hierbei haben wir mit Stufenbeschreibung der Wirkungstreppe gearbeitet – der Schulleitungsrunde angepasst waren.
00:14:32: Der Phineowirkungstreppe, ne?
00:14:34: Genau,
00:14:35: genau!
00:14:35: Da sagt sicherlich auch Sandra Mittag später noch was dazu.
00:14:39: Ja und rausgegangen sind wir eben aus unserer Klausurtagung dann mit einem Indikatorenkatalog auf dessen Basis wir dann einen Fragebogen für die Schulleitung entwickelt haben.
00:14:50: Und Frau Mittag wenn ich da gleich nochmal auf sie zu kommen dürfte wie waren Sie denn in die Entwicklung der Indikaturen einbezogen?
00:14:57: Die
00:14:57: Frau Ivanova hat ja gerade die Wirktreffen erwähnt.
00:15:01: Und Frau Heiden hatte auch unseren Austausch über unsere Leitfadenwirkung benannt, also wir haben tatsächlich über den Austausche über die Leitfahrtenwirkungen Da sind wir sozusagen auch im Haus, im Austausch gewesen.
00:15:16: Darüber was gebraucht wird ob das verstanden wird.
00:15:19: also darin sind Definitionen zur Wirkungsorientierung und wirkungs orientierten Steuerung enthalten und zum Vorgehen oder zur Planung und Umsetzung von Projekten für wirkungen orientiertes Arbeiten hatten wir eben auch die Wirktreppe zum Gegenstand.
00:15:36: Und hier ist ja eine sehr hilfreiche Strukturierung einfach enthalten, in dem bei der Wirkung beider Zielgruppe unterschieden wird zwischen Wirkungen auf der Wissens- und Kompetenzebene, Wirkung auf der Handlungsebene bezogen auf die gesamten Situation oder auch Lebenslage.
00:15:59: Und das war, glaube ich eine ganz konkrete gute Orientierung für die Entwicklung der Indikatoren bei der Befragung des runden Tisches und von daher war hier eigentlich so eine direkte Unterstützung und Begleitung möglich, denke ich mal.
00:16:19: Ich hätte noch gleich eine weitere Frage an Sie.
00:16:22: Was ist denn aus Ihrer Sicht besonders wichtig, wenn man verwaltungsintern zum Thema Wirkungsorientierung beraten möchte und sich auch eben als solche Einheit etablieren möchte?
00:16:33: Sich auf dem Weg der Unterstützung für andere Arbeitseinheiten machen möchte?
00:16:38: Zu nichts denke ich, ist es ganz wichtig dass die wirkungsorientierte Steuerung tatsächlich gewollt und getragen wird.
00:16:44: Also sowohl von der Verwaltungs- oder in unserem Falle von der Referatsleitung als auch seitens der KollegInnen im Haus.
00:16:52: also wir hatten tatsächlich die wunderbare Situation das wir sehr mit offenen Armen bezüglich dieses Themas aufgenommen wurden.
00:17:02: Dafür müssen die Kolleginnen aber auch dort abgeholt werden, wo sie gerade stehen.
00:17:06: Es braucht viel Kommunikation und Gespräche zum Thema Wirkungsorientierung.
00:17:11: Man muss raus aus diesen theoretischen und rein gleich ins Praktische.
00:17:17: Hierfür kann man dann sehr gut die Themen der Kolleginnen aufgreifen, Beispielprojekte durchführen.
00:17:26: Oder das Beispiel mit dem runden Tisch und den Ergebnissen oder auch dem Weg zur Befragung, das haben wir kommuniziert dann auch an dem Geschäftsbereich.
00:17:37: Und das ist natürlich viel besser zu verstehen und anzunehmen von Kolleginnen wenn aus den eigenen Reihen auch Beispiele und Good Practice kommuniziert wird.
00:17:47: Es geht auch darum, Erfolge aufzeigen zu können und aber auch zu unterstützen.
00:17:52: Wir haben das jetzt vonseiten unserer Stabstelle ermöglicht... anderen Orts gibt es vielleicht ein Bildungsbüro, aber dass so eine für einen gewissen Zeitraum eine Erweiterung des Projektmanagements da ist wo man nochmal spezifisch auf die wirkungsorientierte Steuerung schaut.
00:18:11: Dann glaube ich sind sehr wichtig Beteiligungsformate also unsere Arbeitsgruppe Wirkungs orientierte Steuerungen.
00:18:17: Die ist Geschäftsbereich übergreifend und ermöglicht das die ganzen Perspektiven, aber auch Expertisen der KollegInnen aus den verschiedenen Bereichen einbezogen werden können.
00:18:29: Und sie hat auch die Federführung für das Diskussionsprozess, den wir gerade referatsweit führen und dann auch für die Entwicklung des Konzepts.
00:18:39: also das machen wir gemeinsam und da werden die verschiedenen Bereiche eingebunden.
00:18:45: Und da bin ich nämlich auch bei einem ganz wichtigen Punkt, Stichwort Empowerment also diese Stärkung der Verantwortungsübernahme die Kolleginnen aus der Arbeitsgruppe haben nämlich in ihren eigenen Bereichen dann die wirkungsorientierte Steuerung vorgestellt.
00:19:00: Wir haben dafür eine Präsentation zur Verfügung gestellt und eine kleine Schulung gemacht und haben den Ansatz vorgestellt das mit eigenen Beispielen bestückt.
00:19:09: Das hat ganz hervorragend geklappt.
00:19:13: Diese Verantwortung übernahme den Beteiligten eigene Rollen geben, denke ich ist ein ganz sinnvolles Vorgehen.
00:19:21: Dann braucht es natürlich Konzepte und Tools die die Kollegin nutzen können.
00:19:26: stichwort Leitfadenwirkung.
00:19:27: aber wir haben auch Vorlagen für Wirktreppen, für Konzepterstellungen Wirkungsorientierten Logik folgen.
00:19:36: Es braucht spezifische Lösungen, nicht auf jeden Topf passt der gleiche Deckel.
00:19:41: und vielleicht last but not least die wirkungs orientierte Steuerung steht nicht für sich.
00:19:47: sie brauchen strategischer Einbettung in den inhaltlichen Rahmen.
00:19:50: Und da haben wir unsere Leitlinie Bildung, zwanzig vierundzwanzig mit Leitzielen und strategischen Zielen.
00:19:56: Das sind natürlich unsere Leidplanken an der Stelle.
00:19:59: Ich denke das alles zusammen führt dazu dass man hier
00:20:03: gut
00:20:03: vorankommt.
00:20:04: mit dem Thema
00:20:05: Darf ich noch eine Frage stellen?
00:20:07: Sie haben Vorlagen entwickelt, wo sie die Wirkungstreppe abbilden.
00:20:11: Sind diese Vorlagenteil der Toolbox
00:20:12: ... Man muss jetzt bei der Wirktreppe sagen, Sie haben ja auch Phineo erwähnt.
00:20:16: Das ist angelehnt an die Wirktrette von Phineio und da hat Phineyo ja auch Vorlagen.
00:20:22: Aber wir stellen im Rahmen der Tool-Box das zur Verfügung aber haben zum Beispiel eigene Vorlagen für die Erstellung von Konzepten oder Berichten.
00:20:34: bisschen der Logik von den Social Reporting Standards.
00:20:37: Also was ist das gesellschaftliche Problem, was ist der Lösungsansatz?
00:20:41: Zielgruppe vorgehen?
00:20:43: Welche Wirkungen sind angestregt und wie überprüfen wir das?
00:20:45: also dass da halt eine Orientierung gegeben wird.
00:20:49: solche Vorlagen haben wir Und natürlich von der Praxis für die Praxis Fragebögen die schon mal erstellt worden sind und sich bewährt haben oder auch Berichte, die es gibt.
00:20:59: Die stellen wir gemeinsam uns zur Verfügung, sodass darauf zugegriffen werden
00:21:05: kann.".
00:21:06: Vielen Dank Frau Mittag!
00:21:06: Frau Ivanova ich würde nochmal kurz zu Ihnen kommen.
00:21:10: was würden Sie denn anderen Bildungsbüros, anderen Bildungmanagerinnen raten?
00:21:15: Die mit dem Thema jetzt beginnen möchten.
00:21:17: Ja also Sandra Mittag hatte das schon ein Stück weit erwähnt damit ganze Prozess auch wirklich gelingt, sollte das gesamte Team hinter diesem Vorhaben stehen und dafür ist es wiederum wichtig sich zu fragen was sind unsere Ziele?
00:21:34: Also was verspricht sich das Bildungsbüro die Abteilung oder der Fachbereich konkret.
00:21:39: von diesem Prozess.
00:21:41: Denn neben der Optimierung und Weiterentwicklung von Angeboten gibt es nämlich noch einen weiteren, oft unterschätzten Aspekt die Wirkungsangalysen liefern konkrete Daten und Fakten, die die Effektivität von Maßnahmen belegen.
00:21:56: Und wenn eine Maßnahme nachweislich positive Ergebnisse erzielt dann können politische Entscheidungsträger diese Informationen nutzen um die Notwendigkeit der Förderung zu untermauern beispielsweise Und dies ist gerade in Zeiten knapper Ressourcen oft wirklich von entscheidender Bedeutung.
00:22:17: Bildungsbüros, die mit diesem Thema anfangen wollen.
00:22:20: Wenn man ganz am Anfang steht ist es auch in jedem Fall sinnvoll zu überlegen welche Angebote welche Gremien wollen wir als erstes auf ihre Wirkung hinüberprüfen?
00:22:30: Denn wenn man mit kleineren überschaubaren Pilotprojekten beginnt dann kann man den Prozess schon mal testen und gegebenenfalls auch anpassen bevor jetzt größere Veränderungen umgesetzt werden.
00:22:43: In unserem Fall starten wir eben mit den runden Tierschulleitungen und wollen sukzessive weitere Gremien- und Angebote auswerten, wie zum Beispiel unsere lokalen Übergangskonferenzen.
00:22:55: Und was auch aus unserer Sicht da wahnsinnig hilfreich war – Wir haben sowohl interne Netzwerke als auch externe Ressourcen genutzt um Erfahrungen auszutauschen, um Fragen zu stellen!
00:23:06: Es ist auf jeden Fall super, wenn man in Kontakt tritt mit anderen Institutionen die ähnliche Ansätze verfolgen.
00:23:13: Die möglicherweise auch über konkrete Erfahrungswerte verfügen an die die Einrichtung einfach anknüpfen kann.
00:23:21: Also ich würde auf jeden Fall anderen Bildungsbüros auch empfehlen, nach Unterstützern zu suchen.
00:23:27: Nach Partnern die eben zusätzliche Ressourcen, zusätzlige Unterstützung bieten können ja so wie die Rehab jetzt in unserem Fall.
00:23:35: wir füllten uns da hervorragend beraten!
00:23:37: Vielen herzlichen Dank.
00:23:38: das freut uns natürlich sehr.
00:23:40: Kommittag möchten Sie da noch was ergänzen?
00:23:42: Ja also vielleicht zwei Punkte und zwar Es ist zum einen wichtig, dass man sich auf den Weg macht.
00:23:49: Schon die Reflexion über die Wirkungen, die bei der Zielgruppe erreicht werden sollen kann schon eine Wirkung auf die Ausgestaltung des Projekts haben und vielleicht die Methoden, die eingesetzt werden müssen nicht aufwendig sein.
00:24:02: also ein Feedback-Gespräch über die Zielerreichung der am gestreben Wirkung wäre auch schon mal ein Anfang weil viele scheuen dann ja vor dem Aufwand zurück und sagen oh Gott jetzt muss ich eine große Evaluation durchführen Und wer kann das wie machen?
00:24:15: Und da braucht man wieder zusätzliche Ressourcen.
00:24:18: Ja, ein Stück weit schon aber es lohnt sich also die Frau Ivanova hat sie ja gerade auch gesagt und gleichzeitig kann man eben auch erst mal kleinere Schritte machen.
00:24:28: Also Stichwort Feedback Gespräch führen erstmal wirklich von den Wirkungen her denken und da ins Gespräch gehen.
00:24:37: Vielen Dank nochmal Frau Ivanova, ich würde noch mal kurz zu Ihnen zurückkommen.
00:24:40: Wie geht es denn jetzt mit der Befragung weiter?
00:24:43: Genau!
00:24:43: Also Sie haben schon mitbekommen Es war ein längerer Prozess aber unsere Umfrage ist nach erfolgreichen Pre-Tests online gegangen und wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.
00:24:55: Und wenn eben die Umfrage abgeschlossen ist dann werden wir uns die Ergebnisse ansehen.
00:25:02: Wir werden überlegen wie wir das Format des Rundentisches nun konkret weit entwickeln wollen.
00:25:08: Wichtig ist uns auf jeden Fall, dass die Ergebnisse transparent an die Schulleitungen kommuniziert werden und das wir eben zusammen mit den Schulleitung auch nächste Schritte planen.
00:25:19: Da drücken wir Ihnen die Daumen und sind sehr gespannt.
00:25:21: Wir sind ja im Austausch auch weiterhin dazu in der Prozessbegleitung.
00:25:25: Ja, vielen herzlichen Dank an Sie drei!
00:25:27: Und jetzt sind wir tatsächlich auch schon bei der letzten Frage angekommen, die ich allen Gästen unserer Podcastreihe stelle mit ihr bitte einfach den Satz zu vervollständigen.
00:25:38: Wenn Ich An Die kommunale Bildungslandschaft Denke Dann Pünktchen Pünkchen Frau Heinen.
00:25:43: Wie geht der Satz für sie weiter?
00:25:48: und gleichzeitig sehr spannende Aufgabe auch unseres lokalen Bildungsmanagements, immer wieder die vielfältigen Perspektiven der lokalien Akteure zusammenzubringen.
00:25:58: Da ist ja permanentes dranbleiben und sehr viel strategisches Geschick gefragt um den Austausch und die Zusammenarbeit in der Bildungslandschaft lebendig zu halten.
00:26:08: Und ich habe da tatsächlich ein Bild im Kopf nämlich das Bild einer Genleurin, die permanent mehrere Bälle in der Luft halten und immer wieder auffangen muss Auch fassen muss, dass keiner zu Boden fällt.
00:26:21: Ich finde, das ist ein bisschen so wie die Praxisarbeit bei unserem lokalen Bildungsmanagement.
00:26:26: Ein wunderbares Bild finde ich!
00:26:27: Danke Frau Heinen, Frau Ivanova, wie geht es bei Ihnen der Satz weiter?
00:26:31: Ja mein Satz wäre wahrscheinlich recht kurz.
00:26:33: also wenn ich an die kommunale Bildungslandschaft denke dann sehe ich einen spannenden Weg vor uns allen.
00:26:39: Ja sehr schön vielen Dank.
00:26:41: Frau Mittag, ich komme zu Ihnen.
00:26:42: Ja
00:26:43: ich würde ähnlich wie Frau Heine auch sagen Wenn ich an den kommunalen Bildungslandschaft denke kommt es vor allem auf das Miteinander und ich denke nur gemeinsam kann sich der Vision, der Herstellung von mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit angenähert werden.
00:26:58: Und die wirkungsorientierte Steuerung kann dabei eine große Unterstützung
00:27:19: sein.
00:27:20: Die Kolleginnen bei der Prozessbegleitung dort abholen, wo sie auch stehen.
00:27:24: Sandra Mittag führte aus, dass es beim Thema wirkungsorientierte Steuerung zielführend ist die Kolleginnen dort abzuholen wo sie stehen.
00:27:33: Da ganz konkret aus dem theoretischen Diskurs um Wirkung um Wirkungs orientierte Steuerungen raus eben ins Praktische zu gehen und damit verbunden ist aber auch und ich finde das hat Sandra mittag auch sehr deutlich gemacht viel Kommunikation und Beteiligungsformate eben Die Kolleginnen werden in Prozesse mit einbezogen Somit eine aktive, eine gestaltende Rolle.
00:27:57: Man kann das auch mit Empowerment übersetzen.
00:28:00: Dann Learning II – die Bedeutung von Daten.
00:28:03: Frau Ivanova betonte nochmals die Beteutung der Daten.
00:28:07: Sie liefern einen Nachweis darüber, dass Maßnahmen oder Prozesse eben wirken und das hat gerade in Zeiten knapper Ressourcen eben eine maßgebliche Relevanz.
00:28:20: Das Bild der Genleurin als Bild für die Arbeit des lokalen Bildungsmanagements.
00:28:25: Dieses Bild hat Frau Heinen ins Spiel gebracht und es beschreibt sehr gut, die Arbeit das lokalem Bildungs-Management bei denen es eben auch darum geht Prozesse anzustoßen und beteiligte Akteure zu koordinieren und immer alle Bälle mit im Spiel zu halten.
00:28:41: So nun sind wir am Ende unserer Folge zur Wirkungsorientierten Steuerung angekommen.
00:28:47: Ich verabschiede
00:28:48: mich für heute vom Mikrofon und freue mich, wenn Sie wieder bei der nächsten Folge mit dabei sind,
00:28:53: wenn es heißt
00:28:53: Transfer
00:28:54: für die Ohren!
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